Anja Sprecehr, Robert Bosch GmbH
Die Tagung hat mir wertvolle neue Aspekte zum Thema "Interne Kommunikation" aufgezeigt, mir in anderen Punkten auf angenehme Weise Sicherheit verschafft zu dem, was wir schon tun. Dank der differenzierten, guten Mischung aus Informationsvermittlung und Erfahrungsaustausch konnte ich sehr viel für mich und meine Arbeit mitnehmen von dieser Tagung am 12./13.11.2009. Danke!

» Interne Kommunikation 2009 (Fachtagung)

Gerlinde Tuscher, Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH
Die Tagung hat geholfen, um sich ein Stück weit besser im Nirwana des WorldWideWeb zurecht finden zu können und neue Potenziale zu erkennen. Danke! (März 2010)

» Onlinekommunikation (Fachtagung)

Markus Stegmann, A&B ONE Kommunikationsagentur
Die Tagung hat gezeigt: Ob Information-Overflow, Geschwindigkeits-Wettbewerb oder Kompetenzgerangel - die Verantwortlichen für Interne Kommunikation stehen vor vergleichbaren Herausforderungen. Sehr spannend zu sehen, welch unterschiedliche Lösungsansätze die Referenten in ihren Unternehmen entwickelt haben - und inwieweit sie damit erfolgreich sind. Fazit: Endlich mal eine Tagung, bei der die Vorträge genauso interessant waren wie die informellen Gespräche in den Pausen.

» Interne Kommunikation 2009 (Fachtagung)

Ulrich Göbel, Pressesprecher, K+S AG
Die Tagung schärft mit einer großen Bandbreite an Themen den Blick für Krisenpotentiale und gibt interessante Einblicke in die Praxis von Unternehmen, die sich in Krisen bewähren mussten.
Ingrid Scholtz, Landesbetrieb Straßen.NRW
Guter Überblick und ausreichend tiefe Einblicke in das Spezialthema Motivation / Engagement. Aufschlussreiche Praxis-Beispiele. Interessant vor allem auch die wissenschaftliche Perspektive auf Alltags-Werlzeuge der Internen Kommunikation. Und das alles in angenehmer Atmosphäre.

» Interne Kommunikation 2008 (Fachtagung)

� weitere Meinungen �

Programm

Donnerstag, 22. November 2007

 

18:00

Einlass und Ausgabe der Tagungsunterlagen



18:20

Begrüßung

Dr. Hajo Schumacher
freier Journalist, Autor und TV-Moderator


18:30 - 19:00

Unternehmenskrisen als Chance für die Kommunikation

Alfredo Flores
Head of Group Press & Media Relations, Deutsche Bank

Jede Unternehmenskrise birgt das große Potenzial, mögliche Schwächen oder Reibungspunkte in der Unternehmensstruktur, im Workflow oder im Kommunikationsablauf zu beheben und somit gestärkt aus ihr hervorzutreten. Krisen bieten damit die Chance, das Unternehmen an entscheidenden Stellen neu aufzustellen, um für zukünftige Ereignisse besser gewappnet zu sein.

Nach einer Krise:

· Analyse des Krisenverlaufs
· Stellschrauben des Krisenmanagements
· Voraussetzungen für eine nachhaltige Optimierung



19:00

Abendessen mit Dinner-Speech

Udo Röbel
ehemaliger Chefredakteur BILD-Zeitung und Vorstand bild.de

Krisenjournalismus

Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Wo Korruption, Scheidungskriege und Lebensmittelvergiftungen lauern, sind Journalisten nicht weit. Krisen sind der Lebenssaft der Medien und kaum ein Medium setzt diese Maxime so effektiv um wie die Bild-Zeitung. Sie lebt von den Fehltritten anderer, spürt auch noch die kleinsten Dramen auf und führt sie vor. Die Bild-Zeitung hat den Krisenjournalismus perfektioniert.

· Die Krise als Nachrichtenfaktor
· Krisen aufspüren und thematisieren
· Krisendramaturgie in der Praxis


 

Freitag, 23. November 2007

 

09:00

Einlass und Ausgabe der Tagungsunterlagen



09:10

Begrüßung

Dr. Hajo Schumacher
freier Journalist, Autor und TV-Moderator


09:15 - 09:45

Krisenwissenschaft

Dr. Thorsten Hofmann
Managing Partner, PRGS-crisadvice

In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung von professioneller Krisenkommunikation und Krisenmanagement erstaunlich zugenommen. Sie werden künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Was sind die Gründe dafür? Welche Entwicklungen zeichnen sich im modernen Krisenmanagement ab?

· Welchen Krisenarten begegnen Organisationen am häufigsten?
· Was sind die häufigsten Krisenauslöser?
· Welche Werkzeuge des Krisenmanagements werden eingesetzt?
· Welche Anforderungen an den modernen Krisenmanager stellen sich?
· Wie sind moderne Organisationen hierauf vorbereitet und wo klafft die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit?



09:45 - 10:45

Issues Management - Damit aus Risiko-Themen keine Krisen werden

Dr. Achim Kinter
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Issues Management Gesellschaft Deutschland e.V.
Prof. Dr. Jürgen Schulz
Juniorprofessor für strategische Kommunikationsplanung, Universität der Künste

Das Zusammenspiel von kritischen Themen und aggressiven Akteuren stellt Unternehmen vor immer größere Herausforderungen. Nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass ein neuer Typ Kommunikationsmanager gefragt ist, der sich nicht darauf beschränkt, Schieflagen aufzuhübschen, sondern bereits an den strategischen Unternehmensentscheidungen beteiligt ist. Folgeprobleme sind auch dabei nicht ausgeschlossen.

· Erkenntnisse und Probleme des Issues Management
· Entwicklung des Issues Management in den letzten 10 Jahren
· Ergebnisse der IMM/IMAGE-Studie 2006/07
· Trends und aktuelle Herausforderungen anhand von Praxisbeispielen



10:45 - 11:15

Zielgruppenorientierte Intervention im Krisen- und Stressmanagement

Dr. Robert Bering
wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität zu Köln

Personen, die extrem belastende Ereignisse verarbeiten müssen, haben unterschiedliche Arten, mit diesen psychotraumatischen Erlebnissen umzugehen. Die verschiedenen Charaktere brauchen individuell auf sie abgestimmte Hilfe. Mit der Checkliste Kölner Risikoindex lassen sich drei Typen unterscheiden, aus denen sich die jeweiligen Interventionsmaßnahmen von psychologischer Erster Hilfe bis zur Durchführung einer Trauma-Akuttherapie ableiten.

· Selbsterholer verarbeiten mit eigenen Ressourcen und Potenzialen das Trauma ohne bleibende Beeinträchtigung
· Personen in der Wechslergruppe verarbeiten das Trauma wie Selbsterholer, bis weitere Störfaktoren sie aus dem Gleichgewicht bringen
· Personen in der Risikogruppe entwickeln mit erhöhter Wahrscheinlichkeit chronifizierte posttraumatische Belastungsstörungen oder komorbide Störungen wie Alkoholabhängigkeit oder Depression



11:15 - 11:45

Coffeebreak



11:45 - 12:15

Die Krise läßt sich nicht verhindern aber kontrollieren

Mike H. Cato
Leiter Unternehmenskommunikation Wirtschaft, Intel

Gerade amerikanische Unternehmen sehen die kritische Berichterstattung über Produktfehler oder Unternehmensprobleme schon als Krise. Die Unternehmen schotten sich ab und schalten häufig eine Agentur als zentralen Ansprechpartner für Journalisten ein, obwohl eine eigene leistungsstarke PR Abteilung existiert. Wobei die Nutzung der eigenen Abteilung große Vorteile in sich birgt. Die eigenen PR Mitarbeiter kennen meist die Zusammenhänge als auch das Unternehmen selbst besser. Es ist nicht möglich eine kritische Berichterstattung zu verhindern, doch kann man bei entsprechender Pflege des Journalistennetzwerks vor allem eine objektive Berichterstattung herbeiführen. Seien Sie Herr der Lage!

· Offenheit als Strategie
· PR Agentur vs. eigene PR Abteilung
· Die "Flucht nach vorne"



12:15 - 12:40

Krisenkommunikation aus extremer Defensivposition

Marcus Johst
Inhaber, Societät für strategische Medienberatung

Stiftung Wartentest vs. Uschi Glas Hautcreme

Nachgeben oder dagegen halten? Offener oder verdeckter Gegenangriff? Taktische Demut oder konsequentes Abtauchen? Nach der systematischen Analyse einer Kommunikationskrise lassen sich rasch die geeigneten Schritte der Krisenkommunikation planen und umsetzen. In diesem Vortrag geht es um die Bewältigung einer Krise aus der Position der Verteidigung und einen generellen Blick auf die Auswahl der methodischen Instrumente am Beispiel der Konfrontation "Stiftung Warentest vs. Uschi Glas Hautcreme" in dieser Reihenfolge:

· strategische Analyse
· Positionierung
· taktische Planung
· Umsetzung auf den Informationsmärkten



12:40 - 13:00

Produktrückruf - Recht haben und Recht bekommen in Ausnahmesituationen

Michael Molitoris
Leiter der Praxisgruppe Dispute Resolution, Kanzlei Nörr Stiefenhofer Lutz

Sobald von dem Produkt eines Unternehmens Gefahr für die Gesundheit oder Sicherheit von Personen ausgeht - oder schon ein Schaden entstanden ist - wird ein Produktrückruf veranlasst. Das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz verpflichtet die Hersteller zu diesen Rückrufen, die hohe Kosten verursachen und im schlimmsten Fall strafrechtliche Folgen haben können. Doch welche Rechte hat das Unternehmen und wie tritt es in dieser Krise an die Öffentlichkeit?



13:00 - 14:15

Lunch



14:15 - 15:30

Korruption und Kommunikation aus Sicht von Unternehmen und Staatsanwaltschaft

Peter Höbel
Managing Partner, PRGS-crisadvice
Anton Winkler
Oberstaatsanwalt und Pressesprecher, Staatsanwaltschaft München
Steffen Salvenmoser
Leiter Abteilung Forensic Services, PricewaterhouseCoopers

Korruption und Wirtschaftskriminalität verursachen einen Großteil aller polizeilich erfassten Schäden. Auf dem Transparency International Korruptionsindex 2006 liegt Deutschland auf Platz 16. Korruption stellt für die Unternehmenskommunikation eine besondere Herausforderung dar. In dieser Krise gute Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und sich gleichzeitig an die gesetzlichen Vorgaben zu halten, ist ein Balanceakt.

· Warum Firmen mit Schweigen reagieren wenn der Staatsanwalt kommt
· Wie gute Kommunikation medienwirksamen Polizeiaktionen begegnet
· Was können Pressesprecher tun, wenn der Chef in U-Haft sitzt?

· Korruptionsstraftaten aus Sicht der Staatsanwaltschaft
· Korruption und ihre strafrechtlichen Folgen
· Was tun, wenn die Staatsanwaltschaft kommt?
· Wie gehen Ermittlungsbehörden vor?
· Pressearbeit im Krisenfall: Wie agiert der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft?

· Wie können Unternehmen dolose Handlungen vermeiden und bekämpfen?
· Welche gesetzlichen Regelungen gibt es im Bereich Wirtschaftskriminalität?
· Was lässt sich gegen Korruption in Unternehmen ausrichten?



15:30 - 16:00

Coffeebreak



16:00 - 16:30

Management großer Unternehmenskrisen

Patrick Kammerer
Direktor Unternehmenskommunikation und Wirtschaftspolitik, Shell Deutschland Oil

Die Ereignisse um Brent Spar im Jahr 1995 haben das Energieunternehmen Shell für die Notwendigkeit eines international vernetztes Issues Managements sensibilisiert und die Bedeutung einer professionellen Krisenkommunikation unterstrichen. Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt das Unternehmen nun auf grenzüberschreitende Koordination seiner Kommunikationsarbeit und räumt dabei dem Bereich Issues Management einen großen Stellenwert ein. Der Blickwinkel nach außen hat sich geweitet.
· Wie wirken die Geschäftstätigkeiten des Unternehmens nach außen?
· Wie soll man auf die Interessen verschiedener Stakeholder eingehen?
· Wie kann man eigene Anliegen auf die öffentliche Agenda bringen?
· Auf welche Situationen muss man vorbereitet sein?
· Wann "no comment" bei Journalistenanfragen nur die zweitbeste Lösung ist?



16:30 - 17:30

Abschlussforum


 
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